Saturday, 20 March 2010

Corsica Studios


Das war der erste richtig richtig geile Event! von 22 Uhr bis 6 Uhr früh ging hier wirklich gut die Post ab.

Die Corsica Studios bei Elephant & Castle sind etwas abgelegen, nicht sehr leicht zu finden. Scheint aber auch einen Grund zu haben, denn die Soundanlage hämmert gnadenlos! Hier wären eigentlich Ohrenstöpsel angesagt gewesen, der Bass war ziemlich heftig. Auf 2 Areas haben sich hier kleine und große Acts abgewechselt.

Vor der Tür hat uns zunächst mal ein älterer Kerl (links) angequatscht, er könne gerade kein Geld abheben und müsste sehr dringend rein, weil da Kumpels auf ihn warten aber dort kein Handy-Signal ist. Ziemlich glaubwürdig die Geschichte. Er hat uns lustigerweise sogar sein Handy als Pfand angeboten mit Fotos von seinen Kindern drauf. Wir haben dann aber drauf geschissen und uns von ein paar anderen Leuten ein billigeres Ticket geholt, womit jeder von uns 8 Pfund gezahlt hat.

Drinnen haben wir dann noch ein paar von keine Ahnung wo aus London getroffen und bisschen gequatscht. Ansonsten VIEL GETANZT (ich zumindest), Andy ist gegen 2 Uhr abgehauen weil er zu müde war, ich blieb noch bis 5 und hab mich mit Alkoholleichen unterhalten.

Viel ist eigentlich nicht zu sagen, es war ein echt geiles Event, schaut euch die Bilder an, BAR9 und Borgore waren die Höhepunkte des Abends!

Failure Fabric


Fail #1

Das erste Mal Fabric steht an! Obwohl eigentlich keine besonderen Acts an dem Abend aufgetreten sind, dachten wir uns naja einmal kann man sichs ja anschauen für 10 Pfund. Also haben wir ein bisschen vorgetrunken und sind gegen 11 dann nach Farringdon zum Fabric gefahren. Dort angekommen hat uns allerdings eine riesige Schlange gleich wieder die Lust ziemlich verdorben, und irgendwie waren uns dann 10 Pfund auch zuviel.

Fail #2

Tja was macht man nun, egal man raucht erstmal ein paar Kippen und sieht sich die Situation an. Nur leider hat das Feuerzeug, das ich ein paar Tage früher beim "Local Indian" gekauft habe, sich irgendwie selbstständig gemacht. Eine riesige Stichflamme hat mir die Haare und Augenbrauen angekokelt (Sieht nicht so schlimm aus wies klingt).

Fail #2 1/2

Im Nachhinein nicht wirklich als Fail einzuordnen, an ebendiesem Abend aber schon. Während Andy und Kathrin später in eine Bar sind, hab ich mich mit einem ziemlich abgefahrenen Rastafarian über eine halbe Stunde lang unterhalten. Worum es ging, weiß ich nicht mehr, war aber sehr lustig! Später haben mich dann die anderen wieder gefunden, und wir haben die (betrunken ziemlich komplizierte) Heimreise mit dem Bus angetreten. Unterwegs hab ich gemerkt, dass ich meine Schlüssel verloren hab! Das hieß dann für 50 Pfund neue nachmachen lassen. 

Hab sie dann aber noch rechtzeitig zwei Tage später gefunden.

Saturday, 6 March 2010

Who don't like it?

Am Sonntag abend waren wir dann noch mal in Partystimmung, und wieder einmal hat es uns ins Old Blue Last verschlagen, zu "God don't like it". Das könnte wirklich unsere Stammkneipe werden, auch wenn wir erst zwei mal da waren. So oft freie Eintritte. Und diesmal auch Live-Acts. Ein Problem könnte das Old Blue Last aber haben, nämlich eine bestimmte Sorte von Gästen die auf andere Gäste nicht gut zu sprechen ist. Ich lasse hier einen Londoner zitieren:

When you first enter you get hit in the face with group vibes of "I'm more Shoreditch than you! Check out the checks on my checked shirt they're grungier and less perpendicular than your Topman version and therefore I'm more Hoxtonian than you!"

Das Statement enthält definitiv Wahrheit. Hier treffen ganz einfach die hippsten Hipster auf Leute wie Feddo, denen Style und Äußeres völlig am Arsch vorbeigeht. Wenn man damit klarkommt, kann man sich auf einen stimmungsvollen Abend freuen, weil der Ort einfach ein ganz eigenes Flair hat. Und man trifft hier auch auf wirklich nette Leute.
Eine nette Anekdote wegen der hip angezogenen Leute: Obwohl sich manche mit Sicherheit teuer kleiden, kamen viele mit Tesco-Tüten (sowas wie Aldi) rein und tranken Fremdbier. Das hat uns dann übrigens auch dazu animiert uns etwas K zu besorgen. Das ist Apfelwein, auch Cider genannt. Das besondere an K ist, dass er 8,4 Prozent hat. Dementsprechend reichen 2 Dosen davon, um gut angeheitert zu sein. K is the way!


Jetzt aber mal zum Abend selbst. Der fand im ersten Stock statt, die große Bar im Erdgeschoss war an diesem Abend geschlossen. Aufgetreten sind die Bands Cosmik Onion Field!, Too young to love und Not Squares.

Cosmik Onion Field! waren die erste Band. Sehr abgedrehter Style, aber sehr witzige Live-Performance meiner Meinung nach, vor allem weil der verrückte Japaner ständig an seinem Antennen-Instrument rumgefuchtelt hat und damit diverse Hörsturz-Sounds rausgequetscht hat. Das Instrument war ein selbstgebautes Theremin (google it), echt interessantes Teil. Viel gesungen haben sie nicht, sich aber am Schluss mit einem deutschen "Das is gut, ja??" verabschiedet.

Too young to love waren einfach nur lächerlich. Was mir zunächst beim ersten Lied nicht aufgefallen ist, weils nur ein schräges Instrumental war, wurde mir beim zweiten Song klarer. Die Jungs versuchten einfach MGMT nachzuahmen, denn das zweite Lied war nahezu 1zu1 der Song Kids. Nur mit anderen Vocals und ganz leicht veränderten Synths. Ich konnte problemlos im Kopf mitsingen, hätte perfekt auf das Lied gepasst. Ihren Debütsong können sie Time to go home nennen.

Not Squares waren dann relativ down-to-earth mit ihren Songs. Alles glatt gespielt, interessant, und gekonnt. Viel bleibt nicht zu sagen, hab ein Video mit der Cam von einem Song gemacht, aber das ist irgendwie verschwunden. Checkt die myspace!

Thursday, 4 March 2010

Proud Gallery, Camden

Anschließend ans British Museum sind wir abends noch in die Proud Gallery in Camden gegangen, eine große Bar die anscheinend in einen alten Pferdestall gebaut ist (Es riecht nicht nach Pferdeäpfeln). Neben Sitzgelegenheiten in einzelnen Abteilungen des Pferdestalls gibt es aber auch einen großen Konzertraum, in dem oft tagsüber Bands kostenlos auftreten, außerdem werden hier auch in gewissen Abständen immer wieder Bilderausstellungen bekannter Künstler und Musiker gezeigt. Als wir gerade da waren war eine Ausstellung von Blondie.

Als wir gegen 18 Uhr ankamen machte gerade die Band "The Citadels" ihren Soundcheck für ein Konzert am Abend. Das kostete dann leider auch Eintritt, und da wir alle ziemlich müde waren entschlossen wir uns dazu uns nur die 2-3 Lieder anzuhören, die während des Soundchecks gespielt wurden.

Die Preise der Bar waren relativ teuer: 3 Pfund für ein 0,33er Bier, ich hab mir nur ein Wasser mit 0,2 geholt für 1,50. Also ist die Devise hier offensichtlich eher Vorglühen.

British Museum


Am Samstag ging es dann mal wieder in ein Museum, diesmal ein verdammt großes: Das British Museum. Mit Ausstellungsstücken aus aller Welt ist es eins der größten Europas. Wir haben dann auch nicht jede Epoche und Kultur durchgemacht, sondern uns auf die wichtigsten bzw. interessantesten beschränkt. Auch Fotos haben wir jetzt nicht allzuviele geschossen, die meisten schaut eh keiner mehr an. Daher finden sich im Album eher größtenteils Kuriositäten oder einfach Bilder von unserer Gruppe.

Irgendwie haben wirs auch vercheckt in die Library zu gehen, die ja auch sehr groß sein soll und sich in der Mitte des großen überdachten Innenhofs befindet.

Was ich mich aber gefragt hab nachdem wir mit dem Museum fertig waren war, "wie sind die an den ganzen Kram gekommen?".
Scheinbar haben sie aber tatsächlich die meisten Stücke gekauft, hundertprozentig sicher bin ich mir dabei manchmal trotzdem nicht.

Wednesday, 3 March 2010

Brixton

Samstag morgens, 1100, sonnig. Der Spähtrupp wird entsandt, um die Gegend um den sagenumwobenen, heiligen Plattenladen des Dubsteps und Drum and bass zu erkunden. Mit einem Bus mit dem Codenamen 35 machen sich 5 tapfere Soldaten und Soldatinnen auf den Weg in ein Land, gegen das der Irak und Afghanistan zusammen wie das Wolkenland der Glücksbärchis aussieht.
 
Die sauberen Straßen und Fassaden der Häuser dienen nur zur Tarnung bzw um kein Aufsehen zu erregen. In einer der berühmt berüchtigten Seitengassen bekamen wir das wahre Gesicht der Stadt zu sehen.

Das war übrigens das letzte Bild vom Andy. Er ist im Kampf gefallen. Glücklicherweise haben wir seine Leiche schnell beseitigen lassen können (Bild 3). Möge er in Frieden ruhen.



PS: Bilder vom Skatepark in Brixton im Album zu finden!

Tuesday, 2 March 2010

Letzte Woche, Teil 2

Also wir sind dann am nächsten Tag ins Tate Modern gegangen. Eigentlich waren auch alle Ausstellungen umsonst bis auf zwei. Ziemlich komisch war allerdings das "Kunstwerk" von Miroslaw Balka. Das war einfach ein riesiger Container in dems stockdunkel war. Ziemlich komisch. Und irgendwie auch langweilig.

Danach sind dann der Andy und die Kathi in die National Gallery gegangen, ich musste zur Uni. Später haben wir uns dann wieder getroffen um ins Harrods zu gehen. Dort haben wir uns ein paar Schuhe für £2000 oder einen zweieinhalb meter breiten Fernseher für £7000 angesehen. Das Essen dort sah auch echt lecker aus, war aber eben auch schweineteuer.





Rhythm Factory

Am nächsten Abend sind wir dann in die Rhythm Factory gegangen, auf dem Weg dahin haben wir uns ein paar Dosen Bier ausgecheckt. Die Ernüchterung kam dann als wir eine halbe Stunde drin waren. Am Anfang war der vordere Raum noch voll von schrägen Indie-Vögeln, die dann aber alle relativ schnell abgehauen sind. Der hintere Raum war komplett leer, hier lief ein Mix aus Electro und Drum and bass.

Jedenfalls sind wir dann gegangen, weils so furchtbar leer war.

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